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Aktuelle Geschehnisse
Aktuelles vom 01.07.08
So langsam holen uns strategische Betrachtungen ein, die wir in unserer Anfangseuphorie
und Naivität noch nicht überschauen konnten: Haben wir den Erwerb der ersten 30 Hektar unserer gepachteten
Treuhand-Flächen noch mit Stolz in Angriff genommen, so kommen doch beim nun anstehenden Kauf der restlichen
30 Hektar prinzipielle Gedanken auf. Ist Boden nicht eigentlich Eigentum aller? oder Wieso müssen wir mit
unseren paar Ziegen und Kühen einen Bodenpreis erwirtschaften, der in eine geschichtliche Zeit fällt, wo die Preise für Land immens hoch sind? Wo die dazu gehörenden Zinsen für den Kredit fast noch mal so viel Milch und Käse zu verkaufen bedeutet wie die Kaufsumme der von der Treuhandorganisation angebotenen Hektar ehemals volkseigenen Flächen ausschreibt. Also ein monatlicher Mehraufwand, obwohl sich trotz dieses Mehr-Geld-Ausgebens nichts am alltäglichen Tun ändert- man hat also nicht mal eine spürbare Erleichterung wie es bei anderen Investitionen der Fall wäre.
Nun ist natürlich die Bereitschaft bei uns da, diesen Boden zu erwerben und weiterhin ökologisch zu bewirtschaften, jedoch haben wir nicht mit solch hoher Kaufsumme gerechnet. Das Boden-Geschäft war in den vergangenen Monaten geprägt
· von 1. der Kritik an der BVVG von der EU, sie verschleudere das Land zu Billigpreisen,
· 2. von einer Art Bewusstseinswandel hin zu mehr ausgeglichenen Preisen für Lebensmittel, was Landbewirtschaftung wieder attraktiver macht,
·3. von dem Einzug einer neuen Geschäftsidee für Landwirte: Entwicklung zum "Energiewirt" durch attraktiven Energie-Pflanzen-Anbau,
·4. von der Tatsache, dass die letzten Chancen in Ostdeutschland vor der Tür stehen, wo man Land erwerben kann. Land als Spekulationsobjekt, Land als bestmöglichste Anlageform angesichts finanzpolitisch ungewisser Zukunft. Wie uns von den Verkäufern hinter vorgehaltener Hand mitgeteilt wurde, sind da atemberaubende Angebote von holländischen, britischen und westdeutschen Bietern im Spiel, die die letzten oberlausitzer Hektar liebstens erwerben würden. Und dann ist da noch jener Zusammenhang, nach dem Landwirtschaft im Vergleich zur Industrie nach völlig anderen Gesetzen funktioniert und im Vergleich zur Industrie (und unsere Gesellschaft setzt beide als Unternehmen gleich) demnächst vom Aussterben bedroht sein könnte. Ein aufschlußreicher Text dazu:Wirtschaftliche und ökologische Forderungen für eine langfristig ausgerichtete Agrarpolitik
Aktuelles vom 20.05.2008
Weitere Landwirte senden per Fax Selbstverpflichtungserklärungen zu - die gentechnikfreie Fläche wächst auf 2300 Hektar.Siehe Presse:Oberlausitzer Kurier.PDF
Aktuelles vom 16.05.2008
Wir gründen gemeinsam mit 17 weiteren Landwirten und Gärtnern eine gentechnikfreie Initiative. Das heißt, daß diese Besitzer von landwirtschaftlichen Nutzflächen sich verpflichten, ohne den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut zu wirtschaften. So kamen 2064 Hektar zusammen. Wir hoffen auf die Teilnahme weiterer Akteure.
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